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Vorhaben-Umfrage: Brandenburger wollen 2012

weniger Stress und mehr Zeit haben

Alle Jahre wieder: Zum neuen Jahr haben die meisten wieder gute Vorsätze gefasst. Weshalb eigentlich jedes Jahr? Der Dramatiker Oscar Wilde sagte ja einst, dass gute Vorsätze ein Scheck seien, ausgestellt auf eine Bank, bei der man kein Konto hat.  Und die eigenen Erfahrung, dass ein guter Vorsatz ein Gaul ist,  der oft gesattelt, aber selten geritten wird. Oder ein Startschuss, dem kein Rennen folgt. Gute Vorsätze – oft platzen sie wie eine Seifenblase.
Weshalb also gute Vorsätze, die meistens doch wieder gebrochen werden?
Experten sagen, für gute Vorsätze brauche es nicht den Jahresanfang. Man könnte also genauso zum 5. August, am 11.11. oder irgendeinem anderen Tag gute Vorsätze fassen. Der Jahreswechsel ist aber ein gemeinschaftliches Datum, an dem es Usus ist, sich etwas vorzunehmen. Aber mit dem Rauchen aufzuhören, kann man sich genauso gut jeden Mittwoch vornehmen.
Schwach werden wir bei der Umsetzung der Vorsätze, weil wir uns meist vornehmen, anders zu werden und uns dabei überfordern. Besser wäre es zum Beispiel zu sagen: Ich versuche nicht mehr zu rauchen. Wenn das klappt, belohne ich mich. Wenn es nicht klappt, muss ich es beim nächsten Mal besser machen. Es ist einfacher, sich eine positive Verhaltensweise anzutrainieren, als sich eine schlechte abzugewöhnen. Man sollte sich also nicht einfach nur vornehmen, mit dem Rauchen aufzuhören. Stattdessen könnte man es angehen, öfter Obst zu essen, statt zur Zigarette zu greifen. Oder statt ein Bier einen Obstsaft zu trinken. Darauf trinken wir erst mal einen, Prost!
Und welche guten Vorsätze stehen diesjahr obenan? Immer mehr Brandenburger wollen Stress vermeiden oder abbauen. Das ergab ein aktuelles DAK-Gesundheitsbarometer*. Der Umfrage zufolge führt Stressabbau mit 60 Prozent die Liste der guten Vorsätze für 2012 an. Im Vorjahr hatten bereits 55 Prozent der Befragten diesen Wunsch geäußert.
Platz zwei und drei der am meisten genannten Vorsätze für das neue Jahr belegen mit 58 Prozent die Absicht, sich mehr Zeit für die Familie und Freunde zu nehmen sowie mit 57 Prozent das Vorhaben, mehr Sport zu treiben. Fast jeder Zweite will sich auch gesünder ernähren (49 Prozent) und mehr Zeit für sich selber nehmen (48 Prozent). Damit haben alle Absichten der oberen Hälfte der Top Ten der guten Vorsätze im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.
Wenn es darum geht, die Vorsätze auch durchzuhalten, gehören die Brandenburger im Ländervergleich zur oberen Tabellenhälfte: 57 Prozent hielten mehr als drei Monate oder gar das komplette Jahr 2011 an ihren Vorhaben fest. Am willensstärksten zeigten sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit 64 Prozent, während in Baden-Württemberg mit 37 Prozent die Wenigsten einen langen Atem bewiesen.
Rauchstopp im Trend Hatten für 2010 gut 43 Prozent der befragten Märker gute Vorsätze, so nahm die Zahl für 2011 um fünf Prozentpunkte zu. In der unteren Hälfte der Liste der wichtigsten Vorsätze gab es im Vergleich zum Vorjahr indes nur wenig Veränderung. So will weiterhin etwa jeder Dritte sein Gewicht reduzieren (35 Prozent) und sparsamer sein (33 Prozent). Auch der Vorsatz weniger Alkohol zu trinken bleibt konstant bei 11 Prozent. Allerdings fällt er damit ans Tabellenende, da der Wunsch das Rauchen aufzugeben von zehn auf 15 Prozent gestiegen ist. Lediglich beim Fernsehkonsum ist ein Rückgang zu beobachten. Während sich für das letzte Jahr noch jeder Vierte vorgenommen hatte, weniger fernzusehen, will dies in diesem Jahr nur noch jeder fünfte Brandenburger.
Wir werden sehen.
MB/RED