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Schulzendorfer Jugendklub für 2012 geplant


Wie ihr eigenes kleines Klubhaus später einmal ausgestattet sein soll, wissen die Schulzendorfer Jugendlichen noch nicht genau. Aber eins steht schon fest: Die Getränkeversorgung muss stimmen. Dabei denken sie aber weder an einen Kühlschrank voller Cola noch an eine eigene Bierzapfanlage. Die Schulzendorfer Jugend wünscht sich geschlossen eine Kaffeemaschine.
„Wir sind in dieser Hinsicht etwas anders als andere Jugendliche“, sagt Hannes König. „Alkohol hat bei uns keinen hohen Stellenwert. Wir können auch nüchtern gut feiern.“ Der 20-Jährige ist einer der jungen Männer des Ortes, die sich aktiv um den geplanten Klub kümmern.
Auch was die spätere Nutzung des Gebäudes betrifft, gehen die Schulzendorfer ihre eigenen Wege. Die Jugendlichen denken dabei nämlich vor allem an die Kinder des Ortes. Die sollen hier ihre Hausaufgaben erledigen können. Schon jetzt kümmern sich die älteren Jugendlichen des Ortes um die Kleinen. Regelmäßig veranstalten sie Kinderdiskos und legen dabei selbst als DJs auf. „Wir haben früher oft sinnlos auf Parkplatz am Herweghcenter rumgegammelt“, sagt der ebenfalls 20-jährige Carsten Wiedemann. „Irgendwann haben wir aber gemerkt, dass das ein falscher Weg ist.“ Er und andere Jugendliche schlossen sich zusammen und gingen zum Bürgermeister. „Wir wollten unsere Freizeit einfach sinnvoller gestalten. Uns nervte die Langeweile“, so Carsten Wiedemann und wir sahen die Gefahren durch Alkohol schon bei den Zwölfjährigen.
Bürgermeister Markus Mücke ist stolz auf seine engagierten jungen Leute und unterstützt sie nach Kräften bei der Planung ihres Klubs. Doch bei der Finanzierung sind auch seine Möglichkeiten begrenzt. Umso erfreuter war der Ortsvorsteher über eine Spende der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS). Mit diesem Geld konnte ein Bauplan entworfen und im November zur Genehmigung eingereicht werden. „Es gibt zwar in Schulzendorf eine Begegnungsstätte, doch die wird von allen Generationen benutzt“, sagt Henri Längert, Marktdirektor bei der MBS in Königs Wusterhausen. „Klar, dass es da auch mal zu Konflikten kommen kann. Jugendliche haben andere Vorstellungen als Senioren.“
Im Frühjahr wollen die Jugendlichen endlich mit dem Bau beginnen. Viele von ihnen lernen handwerkliche Berufe. Schon im vergangenen Jahr haben sie die ersten Vorbereitungen getroffen und dabei bewiesen, dass sie fest mit anpacken können. Nachdem sie einen geeigneten Platz auf dem Gelände der Begegnungsstätte in der August-Bebel-Straße gefunden hatten, haben sie diesen aufgeräumt und allen Wildwuchs beseitigt.
Nun warten alle gespannt auf die Genehmigung des Bauantrages. Bürgermeister Markus Mücke will dann die Firmen der Region mobilisieren und wenn alles gut geht, können die Jugendlichen noch in diesem Jahr ihren ersten Kaffee im eigenen Klub schlürfen.

Weitere Informationen zum aktuellen Stand des Baus, sowie Bilder von den ersten Arbeiten finden Sie im Internet auf der Seite www.kultur-klub-online.de.


GS

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